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Agneta Elers-Jarleman
KATZEN

Miezical
Für Kinder ab 4 Jahren

Fotos link

Besetzung:
Regie:
Ausstattung:
Musikalische Leitung:
Dramaturgie:

Regieassistenz -
Soufflage -
Juliane Nowak
Harry Behlau
Christian Keul
Annelene Scherbaum

Agnieszka Habraschka
Kerstin Reinsberg
KATZEN

Marmelade - Stefan Piskorz | Motzartella - Regina Leitner/Agnieszka Habraschka | Maunz - Florian Federl | Schneeweiss - Franziska Knetsch | Pianist - Christian Keul a.G.



Stück:

Vier vom Schicksal gebeutelte Katzen finden in einem Hinterhof zueinander: Die verwegene schwarze Motzartella, die zuckersüße Schneeweiß, der ständig hungrige graue Maunz und der edle rote Marmelade. Jede einzelne Katze hat ihr Päckchen zu tragen, aber auch einen Traum vom besseren Leben im Kopf. Und alle bewegt die Frage: Gibt es überhaupt jemanden, der mich mag?

Sie vertreiben sich die Zeit mit Spielen und lustigen, wehmütigen, gruseligen oder tröstlichen Geschichten, sie erzählen, singen und tanzen. So entsteht ein mal fröhliches, mal romantisch-sehnsüchtiges Hinterhofkonzert über das Leben in all seinen unterschiedlichen Aspekten...



Die Schwedin Agneta Elers-Jarleman arbeitet als Autorin und Regisseurin für Film und Theater. Ihr Miezical „Katzen“ (Liedtexte: Lennart Hellsing/Musik: Gunnar Edander) wurde 1992 in Göteborg uraufgeführt und schnell zum Kassenschlager der Saison. Seit der Deutschsprachigen Erstaufführung 1996 am Theater Überzwerg Saarbrücken ist es auch hierzulande das meistgespielte Kindermusical.

Der Übersetzer Dirk H. Fröse, Ehrenmitglied der ASSITEJ (Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche), bemüht sich seit vielen Jahren um die Verbreitung aktueller schwedischer Dramatik in Deutschland.


Pressestimmen:

Gießener Anzeiger

Spaghetti können nicht fliegen

25.11.2009 - MARBURG

"Miezical" für Kinder in Marburg - Hauch von Music Hall mit Rap und Tango

(pe). Sie tummeln sich in nächtlicher Abendstunde auf den Dächern, wärmen sich am rauchenden Schornstein, klettern aus Hutschachteln und verschwinden wieder in Dachluken. Das sind Maunz (Florian Federl), Schneeweiß (Franziska Knetsch), Motzarella (Regina Leitner) und Marmelade (Stefan Piskorz). Eine Stunde lang unterhalten sie auf lustige und flotte Art Kinder ab vier Jahren, doch auch Erwachsene haben Freude am munteren Spiel dieses "Miezicals" der Schwedin Agneta Elers-Jarleman, das seit 1992 ein Bühnenrenner geworden ist. Fürs Marburger Theater im Schwanhof hat Harry Behlau eine wunderschöne Dachlandschaft entworfen mit Fenstern, Leitern, Klapptüren und Schornsteinen, ein Spielplatz für die wendigen Katzen, die alle sehr "menschliche" Charakterzüge besitzen. Der ist der arrogante Marmelade, die naive Schneeweiß, der ewig hungrige Maunz und die aggressiv-weibliche Motzarella.

In den passenden Kostümen von Grau über Weiß bis zu rabenschwarz tanzt, balgt und maunzt das Quartett mit schönen Katzengesten. Die Beweglichkeit der Schauspieler kommt rüber, wie auch die einfachen Liedchen, die mit Zitaten aus "Total Eclipse of the Heart" oder "Pink Panther" aufgemischt werden. Ein Hauch von Music Hall kommt auf, wenn Rap und Tango die Beine der Katzen aktivieren, wobei kindliche Texte "Spaghetti können nicht fliegen" einfach Spaß machen. Versteckt in einer Dachwohnung, begleitet Christian Keul am Klavier. Als zum friedlichen Ende noch "Leise rieselt der Schnee" und ein Minibäumchen weihnachtliche Kuschelzeit einläuten, sind Katzen und Besucher rundum zufrieden. Die "Katzen" sind bis Ende Dezember auf dem Spielplan. Information unter 06421-9902-31 und www.hlth.de.




MNZ

„Miezical“ weckt Festtagsgefühle

Hessisches Landestheater Marburg feiert Premiere mit Kinderstück

Trotz grauen November-Dauerregens draußen konnte sich das Premierenpublikum im Theater am Schwanhof beim Miezical „Katzen“ erste Weihnachtsstimmung holen, mit Kunstschnee, Weihnachtspäckchen und einer Botschaft von Freundschaft und Hoffnung. Mit viel Musik und Tanz unterhielten die vier Darsteller ihr großes und ihr kleines Publikum.

Das Stück „Katzen“ der Schwedin Agneta Elers-Jarleman ist für Kinder ab vier Jahren geschrieben, die Musik stammt von Gunnar Edander. Es ist ein echtes Musical, in dem der Gesang im Vordergrund steht, gesprochen wird nur wenig. So ist die Handlung auf einige wenige Themen reduziert, geben die vier Protagonisten jeweils nur einen kleinen Abriss aus ihrem Leben, um sich zu charakterisieren. Dafür werden ihre Eigenheiten, ihre Schwächen und Stärken aber umso mehr in ihren Liedern und Tänzen deutlich. Franziska Knetsch ist die zuckersüße Schneeweiß, die als Geschenk gar nicht gut angekommen ist und von einem verwöhnten Gör vor die Tür geworfen wurde. Regina Leitner ist die coole Motzartella, die ihre Stärke hervorkehrt und ihre Schwächen geheimhält. In die Rolle des lässigen Katers Marmelade, der sich einen König als Vater fantasiert, schlüpft Stefan Piskorz, Florian Federl ist der hungrige Maunz, den seine Familie einfach nicht mit in den Urlaub genommen hat. Alle vier verkörpern ihre Rollen mit Hingabe und sind so richtig kätzisch, ob Straßenkater oder Schoßkätzchen. Sie singen und tanzen äußerst professionell und absolut mitreißend und lassen in dem Spiel, in dem leise und laute Momente sich abwechseln, keine Langeweile aufkommen. In kleinen Randbemerkungen scheinen die Geschichten der vier durch, ihre Ängste und Wünsche. Sie spielen zusammen, streiten sich, frieren und werden am Ende beschenkt – mit ihrer Freundschaft, aber auch mit echten Geschenken. Doch auch wenn eigentlich recht wenig passiert, hat das Stück so große Schauwerte, dass die Kinder im Saal nicht unruhig werden. Schon das Bühnenbild ist einfach zauberhaft und bietet ganz viel zum Gucken: Ein verschneites Hausdach mit vielen Möglichkeiten zum Klettern und Verstecken und eine Mansarde, in der Christian Keul sitzt, der am Klavier die Lieder begleitet und viel zum Gelingen der druckvollen Musiknummern beiträgt. Absolut hinreißend sind auch die Kostüme der Katzen, die sich ihre Vorbilder offensichtlich genau angeschaut haben (Bühnenbild und Kostüme: Harry Behlau). Wenn Maunz von leckeren Fischen träumt, erscheinen zauberisch leuchtende Fischlaternen, ein Sternenhimmel erstrahlt und irrlichternde Lichtpunkte symbolisieren den Schnee, der fällt, wenn in der Mansarde der Weihnachtsbaum angezündet wird. Regisseurin Juliane Nowak erzählt mit „Katzen“ ein poetisches Märchen, das wunderbar in die Vorweihnachtszeit passt. Ob die Botschaften vom Überwinden der Einsamkeit und der Angst beim jungen Publikum ankommen, ist schwer zu sagen, auf jeden Fall aber verzaubern die vier Katzen ihr Publikum mit ihrem intensiven Spiel in einer magischen Atmosphäre.




Oberhessische Presse

Tanzen und Kuscheln vertreibt die Einsamkeit

Im Theater am Schwanhof feierte das zauberhafte Musical „Katzen“ für Kinder ab 4 Jahren Premiere

Spätestens seit Samstag wissen Marburger Kinder, was ein Miezical ist: Eine fröhlich-bunte, temporeiche Musik- und Tanzshow mit quicklebendigen Samtpfoten, die ihr Publikum mit durch die Tiefen und Höhen des Katzendaseins nehmen. von Christine Krauskopf

Marburg. Selbst die Kleinsten unter den Zuschauern hatten bis zur letzten Minute ihren Spaß an der zuckersüßen Schneeweiß, der mutigen Lizzi, dem hungrigen Maunz und dem rotbraun-gestreiften Marmelade, der so gerne ein Prinz wäre. Es ist kalter Winter. Die vier leben auf einem Dach und suchen Wärme und Geborgenheit an den qualmenden Schornsteinen, denn alle vier sind für sich alleine. Schneeweiß ist ein unerwünschtes Geburtstagsgeschenk, und Maunz wurde von seiner Menschenfamilie einfach im Stich gelassen. Lizzi hat schon jede Menge Monster zusammengeschlagen, und Marmelade flüchtet sich in die Welt der Fantasie. Was bleibt ihm auch anderes übrig? Sein Vater ist vielleicht König, ganz sicher aber weit, weit weg. Doch auch er lernt, dass es trotz der harten Schicksale noch ein unermesslich wertvolles Geschenk gibt, das immer tröstet: Nämlich gute Freundschaft. Auch Kuscheln, Schmusen und ausgelassenes Tanzen und Toben hilft gegen die Kälte. Juliane Nowak hat für ihre Inszenierung aus dem Vollen geschöpft: Marmelade bläst die Posaune, Maunz schlägt übermütig Purzelbäume, Schneeweiß dreht sich im Spitzentanz, und die verruchte Lizzi springt so grazil über die Bühne, streckt und räkelt sich, dass es eine Freude ist. Bis ins Detail scheinen Regisseurin und Darsteller Stubentiger mit ihren Eigenheiten studiert zu haben, um aus ihren Beobachtungen mit viel Liebe und Sorgfalt eine mitreißende Choreografie zusammenzustellen. Es wird gesteppt und gerappt, eine Actionszene läuft gar in Zeitlupe ab. Das Ergebnis ist keine durchgängig erzählte Geschichte, sondern eine facettenreiche Revue, die auch die ganz Kleinen verstehen. Die Musik liefert Christan Keul live und souverän vom Klavier, das hinter einem Mansardenfenster steht. Die schwedische Autorin des Miezicals heißt Agneta Elers-Jarleman, Dirk H. Fröse schrieb die deutsche Textfassung mit viel Wortwitz, der mit einfachen Elementen auskommt und über den Große genauso wie Kleine herzlich lachen können: „Ich mag jedes Essen, aber ich bin mir nicht sicher, ob jedes Essen mich mag“, meint Maunz. Und Lizzi schließt klug, wenn Menschen Angst haben, einer schwarzen Katze zu begegnen, „dann nenn ich das Re_spekt“. Ganz besonders gelungen ist der Vergleich zwischen dem Verhalten von stolzen Katzen und gehorsamen Hunden. Florian Federl singt, spielt und tanzt den grauen Maunz sympathisch, ehrlich und geradeaus. Regina Leitner geht in ihrer Rolle als gefährliche Lizzi mit spitzen Krallen und blitzenden Augen geradezu auf. Stefan Piskorz ist der elegante und selbstbewusste Marmelade. Und Franziska Knetsch klimperte sich als liebeswürdig-naive Schneeweiß mit ihrem charmanten Augenaufschlag zum Publikumsliebling. Die zauberhaften Kostüme und das wundervolle Bühnenbild mit vielen Feinheiten und Überraschungen entwarf Harry Behlau. Hübsch auch die Idee, den Zuschauern Text und Noten der Katzenlieder mit in die Vorstellung zu geben. Weitere Aufführungstermine am Samstag, 12. Dezember (16 Uhr), am Sonntag, 13. Dezember (11 Uhr), am Samstag, 19. Dezember (11 Uhr) und am Sonntag, 20. Dezember (16 Uhr) im Theater am Schwanhof. Der Eintritt kostet für Kinder 4 und für Erwachsene 6 Euro. Vorbestellungen unter 0_64_21 / 99_02-31. Karten sind an der Theaterkasse und übers Internet auf der Seite www.hlth.de erhältlich.




Marburg News

Singende Mietzen

Premiere des Kinder-Musicals "Katzen" im TaSch

22.11.2009 - chr

Eine tierische Vorstellung für Groß und Klein gab es am Samstag (21. November) im Theater Am Schwanhof (TaSch). Das Kinder-Musical "Katzen" der schwedischen Autorin Agneta Elers-Jarleman feierte im vollbesetzten TaSch 2 Premiere. Auf der Bühne bot sich dem jungen Publikum und seinen Begleitern ein detailgetreu gestaltetes Bild eines verschneiten Vorstadt-Dachs. Eine sonore Erzählerstimme nahm die Zuschauer mitten ins Geschehen mit. Im Winter - der Zeit, "in der Wünsche erfüllt werden" - treffen auf einem Dach vier Katzen aufeinander. Alle sind Streuner ohne Familie, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die kleine Schneeweiß singt von sich als liebes, leises Kätzchen, das einfach nur betören möchte. Mozartella dagegen ist schwarz und wild. Durch nichts lässt sie sich einschüchtern. Der graue Kater Maunz liebt alles, was fliegt. Er denkt immer nur ans Essen. Prinz Marmelade schließlich kann auf ägyptische Vorfahren zurückblicken. Er ist stolz auf sein rot gestreiftes Fell. Dementsprechend sind die anderen für ihn nur "Bauern-Katzen". Zunächst tänzeln die Katzen ausgelassen über die Dächer, necken sich mit ihren Eigenheiten und erzählen einander Geschichten. Hier wechselten sich schnelle Lieder im Stil zwischen Swing und Ragtime mit Slapstick-ähnlichen Spielszenen ab. Dabei begeisterte vor allem das reibungslose Zusammenspiel der vier Schauspieler. Sie warfen sich Wortspiele und Neckereien an den Kopf, als seien sie ihnen gerade erst eingefallen. Ihre Katzen-gleichen geschmeidigen Bewegungen zwischen Pirouette und Purzelbaum ergänzten das Spiel treffend. Nach und nach entdecken die vier Katzen jedoch ihre Gemeinsamkeiten. Alle vier haben bestimmte Wünsche und Sehnsüchte, sind doch im Grunde allein. Schneeweiß wurde von einem kleinen Mädchen verschmäht und will einfach nur geliebt werden. Der graue Maunz wurde von seiner Menschen-Familie ausgesetzt und findet nicht genug zu essen. Mozartella hat ihre große Liebe – einen italienischen Kater – verloren. Selbst Prinz Marmelade ist in seiner Vornehmheit einsam und hat die Geschichten von seinem königlichen Vater womöglich nur erfunden. In die Lieder und das gekonnte Spiel des Pianisten Christian Keul mischten sich nun immer mehr bluesige Elemente. Schließlich erfahren die vier Katzen jedoch, dass durch Freundschaft und Zusammenhalt untereinander die eigenen Wünsche tatsächlich erfüllt werden können. So entsteht durch die einzelnen Lieder und Geschichten ein kindgerechtes Bild unterschiedlicher Aspekte des Lebens. Dem Ensemble um Choreographin Juliane Nowak gelang dazu eine stimmige Inszenierung. Gekonnt wechselten die Schauspieler zwischen Spiel und Gesang. Obwohl alle vier dabei in den pelzigen Kostümen sichtbar ins Schwitzen kamen, blieben ihre Stimmen erstaunlich kraftvoll. Insbesondere Regina Leitner als Motzartella begeisterte durch ein körperlich sehr intensives Spiel. Auch Franziska Knetsch als Schneeweiß machte ihre Arbeit sehr gut. Leider fehlte es den anderen beiden Figuren dafür mitunter etwas an Charaktertiefe. Die Sorgen und Ängste der Katzen blieben leicht hinter der Musik zurück. Um wirklich mitleiden und mitlachen zu können, wäre hier ein noch intensiveres Spiel schön gewesen. Durch die fröhlichen Lieder und die harmonische Geschichte fiel dieser kleine Mangel allerdings kaum ins Gewicht. Groß und Klein wurden sehr gut unterhalten. Das lohnten sie auch mit einem langanhaltenden Applaus. Das "Miezical" ist noch bis einschließlich Samstag (19. Dezember) zu unterschiedlichen Zeiten zu sehen.

Christian Haas - 22.11.2009

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